Schüleraustausch

Die größten Fortschritte im Erlernen einer neuen Sprache macht im Land, in dem diese Sprache gesprochen wird. Das ist einer der wichtigen Gründe, warum die IGS jedes Jahr Sprachprojekte mit Partnerschulen aus England und Frankreich durchführt. Nicht nur der Spracherwerb, sondern auch das Eintauchen in die Kultur des Gastlandes sind wichtige Erfahrungen, die den Horizont erweitern.
In den Jahren 2009 und 2010 wurde mit großer Beteiligung die 30-jährige Städtepartnerschaft mit Baugé begangen, zu der auch Schülergruppen aus beiden Ländern Text- und Musikbeiträge erarbeitet hatten und mit großem Erfolg vortrugen.

Jedes Jahr in den Osterferien findet das Englischsprachprojekt mit der Schule in Helsby statt.

Sprachprojekte im Schüleraustausch mit England und Frankreich

Language Partnership Frodsham - Kelsterbach
Kurzbericht von der Reise nach Frodsham (28.03. – 04.04.2009)

Samstag, 28.03.09
24 Schülerinnen und Schüler aus dem Jahrgang 8 der IGS Kelsterbach (16 Jungen und 8 Mädchen) – begleitet von Frau Fahje, Frau Jühe und Herrn Finger – landeten am Morgen des 28. Februar pünktlich um 8.55 Uhr auf dem Flughafen von Manchester, wo sie schon von Lyn, Rebecca und Martin erwartet wurden.

Die drei verfrachteten die ganze Reisegesellschaft und deren Gepäck in drei Mini-Busse und dann ging es in einer halbstündigen Fahrt nach Frodsham ins „Forest Hill – Hotel“, hoch über der Stadt auf dem Overton-Hill gelegen.
Hier konnten zuerst die Zimmer belegt werden – die Schüler hatten sich glücklicherweise schon vor der Abreise über die Zimmerbelegung geeinigt.
Nach einem kleinen Mittagsimbiss mit den unvermeidlichen englischen „Chips“ waren Lyn und Rebecca auch schon wieder zur Stelle und eröffneten das „offizielle Programm“: Ein Ausflug führte nach Liverpool zu den „Albert-Docks“, dem mit Museen, Geschäften und Restaurants neu gestalteten Hafenviertel. Hier konnte man schon mal richtige englische Luft schnuppern, in Touristenshops stöbern, in eines er interessanten Museen schauen (Maritime Museum, Tate-Gallery, Beatles-Museum) oder einfach nur die Atmosphäre des einstig so bedeutenden Auswandererhafens auf sich wirken lassen. Geschichte und Bedeutung dieses Hafens sind sehr anschaulich im „Maritime Museum“ dargestellt – leider war der geplante Aufenthalt in den Albert-Docks für einen angemessenen Besuch viel zu kurz.

Nach dem Dinner wussten alle die angenehme, ruhige Atmosphäre im „Forest Hill“ zu schätzen, denn durch den sehr frühen Start in Frankfurt war der Tag sehr lang geworden.

Sonntag, 29.03.09
Am Sonntagvormittag war ein Ausflug nach Manchester vorgesehen. Nach einer Kennenlern-Runde mit den Gastgeber-Schülern im Hotel ging es dann nach Manchester, direkt zum „Museum of Science and Industry“. Dieses Museum bietet eine Fülle von Errungenschaften von Wissenschaft und Technik, aber auch vieles zur Stadtgeschichte und Kultur. Auch nicht so ausgeprägt Technik-Interessierte kommen auf ihre Kosten, da wissenschaftliche Erkenntnisprozesse spielerisch-anschaulich und interaktiv dargeboten werden. Ein anschließender Stadtbummel rundete den Tag in der Großstadt ab.

Montag, 30.03.09
Am Montagvormittag waren die englischen Schüler ins Hotel gekommen. In einem großen Konferenzraum konnten die Schüler nun in gruppendynamischen Spielen erste Kontakte knüpfen. Die „Kommunikations-Weichen“ waren gestellt und gaben nun für die Zeit des Aufenthaltes in England die Richtung an, und in einzelnen Fällen vielleicht auch über diese Zeit hinaus!

Hier ergaben sich auch die entsprechenden Zuordnungen unserer Schüler zu den beiden Schulen: Frodsham College und Helsby High School. Beim nachmittäglichen Besuch der mittelalterlichen Stadt Chester wurden die vornehm-diskreten Abstände zwischen deutschen und englischen Schülern deutlich kleiner. Spätestens beim anschließenden, gemeinsamen Dinner im „Frankie & Benny´s“- Restaurant im Outlet „Cheshire Oaks“ war das Eis gebrochen.

Dienstag, 31.03.09
16 Schüler konnten im Unterricht einer 11. Klasse in dem Frodsham College hospitieren. Leider gab es im College keine achten Klassen mehr, da diese Schüler bereits in Helsby unterrichtet werden. Das Frodsham College wird zum Schuljahresende geschlossen. Aus diesem Grunde konnten unsere Schüler keinen ihrem Alter angemessenen Unterricht besuchen, dennoch hatten sie einen guten Einblick gewinnen können und auch viel Freude erlebt – besonders im Sportunterricht von Martin.

Die anderen acht unserer Schüler besuchten Helsby High School, ebenfalls im elften Jahrgang, da unserer Gastgeber-Schüler aus diesem Jahrgang kamen. Der Unterricht war bestens vorbereitet und unsere Schüler konnten viel von dem Besuch profitieren und sich selbst am Unterricht beteiligen.

Mittwoch, 01.04.09
Vormittags stand wieder der entsprechende Schulbesuch auf dem Programm, am Nachmittag fuhren alle zusammen zu einem Besuch der alten Festungsstadt Conwy in Wales. Nach dem gemeinsamen Besuch des Castle und der die ganze Stadt umringenden Stadtmauer aus dem Mittelalter konnten unsere Schüler mit ihren englischen Gastgebern zu einem Stadtbummel aufbrechen.

Donnerstag, 02.04.09
Auch an diesem Vormittag war wieder der Unterrichtsbesuch in Frodsham und Helsby angesagt. Unsere Schüler waren mittlerweile gut integriert und konnten sich ohne Scheu in den beiden Schulen bewegen. Auch Mittagessen war (an allen Tagen) in den beiden Schulen angeboten.

Für den Nachmittag war eine Fahrt nach Manchester vorgesehen: für unsere Schüler das Highlight der Reise schlechthin – nämlich der Besuch (mit Führung) des Fußball-Stadions des Weltklasseclubs „Manchester United“. Auf dem Heimweg gab es noch einen Zwischenstopp auf einem Golfplatz in Frodsham, wo alle noch ihre Talente im „Golf-Abschlag“ ausprobieren konnten.

Am Abend fand im Hotel die „Farewell Party“ statt: in einem separaten Saal war ein leckeres Buffett angerichtet, unser Schulleiter, Kelsterbachs Bürgermeister Herr Ockel und Stadtrat Herr Peik waren auch anwesend und brachten ihre Wertschätzung für das „Language Partnership“-Projekt zum Ausdruck.

Freitag, 03.04.09
Nach dem vormittäglichen Unterrichtsbesuch war an diesem Tag noch mal ein Ausflug nach „Cheshire Oaks“ vorgesehen. Diesmal stand „Bowling“ auf dem Programm, was allen viel Spaß bereitete; im Anschluss war auch noch Zeit für eine „Shopping“-Runde in diesem riesigen Designer-Outlet mit einer Fülle von Marken-Läden.

Samstag, 04.04.09
Am letzten Vormittag vor der Heimreise wurde in einer „Evaluationsrunde“ allen die Möglichkeit zu einer bewertenden Rückschau auf die gesamte Reise gegeben.

Ohne große Abweichungen wurde das ganze Programm der Woche als sehr
abgerundet eingeschätzt. Sowohl das Unterrichtsprogramm, das in ausgewogenem Verhältnis zu dem Ausflugsprogramm stand, als auch die gemeinsamen Unternehmungen mit den englischen Gastgebern wurden von unseren Schülern sehr geschätzt. Auch die Unterkunft im „Forest Hill“ empfanden alle als sehr angenehm und komfortabel, nicht zuletzt auch wegen der dort gebotenen Möglichkeit der Schwimmbadbenutzung und des Billard-Saales.

Auf der Fahrt zum Flughafen Manchester war noch ein Abstecher zur „Quarry Bank Mill“ eingeplant, einer alten Baumwollspinnerei aus der Anfangszeit der Industrialisierung, eingerichtet wie ein Freilichtmuseum und sehr anschaulich dargestellt, wie in dieser Epoche die Arbeitsvorgänge „rationalisiert“ wurden.

Fazit
Insgesamt gesehen war die Reise eine gut gelungene Veranstaltung. Die Schülergruppe war sehr aufgeschlossen und interessiert an der Sprache und dem Gastgeberland. Die Schüler haben gelernt, idiomatische Redewendungen gewandt einzusetzen und konnten ihren Wortschatz erweitern.
Die Erfahrungen, die sie mit den unterschiedlichen Schulsystemen in England und Deutschland machen konnten, sind hilfreich für das Verständnis interkultureller Zusammenhänge.

Doch nicht nur im unmittelbaren Unterrichtszusammenhang zeigten sich die Schüler motiviert und engagiert: mit großem Interesse nahmen sie Unterschiede im Lebensalltag der Engländer gegenüber den eigenen Gewohnheiten auf.

Sehr erfreulich war auch, dass sich die Schüler - bezogen auf ihr allgemeines Verhalten - auf gute Rückmeldungen seitens der Gastgeber und auch aus der Unterkunft berufen können.

 
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